Wie zwei maskierte Männer am Donnerstagabend in die Räume eindringen konnten, ist derzeit noch unklar. Nach ersten Ermittlungen hatten die Männer einen Knüppel oder massiven Stock sowie eine Soft air-Pistole bei sich, womit sie offenbar eine Bewohnerin bedrohen wollten, sagt eine Sprecherin des Landkreises Dahme-Spreewald. Wenige Minuten später flüchteten die Täter unerkannt. Die sofort eingeleitete Fahndung läuft noch.

Landrat Stephan Loge (SPD) und Sozialdezernent Carsten Saß (CDU) machten sich am Freitagmorgen ein Bild der Lage. Beide verurteilen die Tat. "Ich bin entsetzt und schockiert", sagte Saß der RUNDSCHAU. "Wir müssen abwarten, was die Ermittlungen bringen und was als Motiv festgestellt werden kann."

Saß zufolge zerstörten die Täter Rauchmelder und Brandschutzanlage. Daraufhin ging die Alarmanlage an und einzelne Bewohner des Heimes traten auf den Flur. Der Ordnungsdienst des benachbarten Jugendwohnheims eilte hinzu und verständigte die Polizei. Noch am Freitagabend nahm ein spezieller Wachdienst seine Arbeit am Übergangswohnheim auf, um die Sicherheit der Bewohner zu gewährleisten. Polizeistreifen sind dem Landkreis zufolge zugesichert. Der Staatsschutz werde in die Ermittlungen einbezogen.

Seit Anfang 2015 wohnen 26 Personen, vor allem Familien mit Kindern, in dem Wohnheim. Bislang gab es keine Vorkommnisse.

In Hoyerswerda ist dagegen eine geplante Unterkunft für Asylbewerber Ziel rechter Randalierer geworden. Die Turnhalle war beschmiert, viele Scheiben zerstört worden. Die Polizei nahm fünf Tatverdächtige fest.