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| 02:39 Uhr

Verliebtheit als Chemiecocktail

Liebeszeichen: Schlösser am historischen Geländer der Augustusbrücke in Dresden.
Liebeszeichen: Schlösser am historischen Geländer der Augustusbrücke in Dresden. FOTO: dpa
Berlin. Romantik ist schön. Hormonchemie ist besser. dpa/roe

Wer am Valentinstag schwer verliebt ist, mag gefühlt auf Wolke Sieben schweben und eine rosarote Brille tragen. Im Körper aber hat ein streng reguliertes System aus hormonellen Wirkstoffen mit gänzlich unromantischen Namen die Regentschaft übernommen, zum Beispiel Serotonin, Phenylethylamin, Dopamin und Oxytocin.

Wie dieses System in allen Einzelheiten funktioniert, ist noch nicht völlig klar. Denn die meisten dieser Botenstoffe werden auch im Gehirn gebildet. "Dort kann man sie ja nicht durch Blutabnehmen messen", sagt der Bochumer Forscher Helmut Schatz für die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie. Als Hilfsmittel bleiben spezielle Tomographen, die zumindest die Aktivitäten in einzelnen Hirnarealen aufzeichnen können. Dennoch wissen Forscher schon einiges über den Chemiecocktail von Verliebten. "Man darf die Hormone aber nicht isoliert betrachten", betont Schatz. "Verliebtheit hängt stark von der Psyche ab. Und auch vom Nervensystem." Dass die "Chemie stimmen muss", sei aber mit Blick auf Verliebte kein dummer Spruch.

Dem Heiligen Valentin verdanken Floristen seit Jahrzehnten ein einträgliches Geschäft. Einer früheren Legende nach sollen die Gebeine Valentins, dessen alljährlich am 14. Februar gedacht wird, im schwäbischen Krumbach (Landkreis Günzburg, Bayern) liegen. Doch auch in etlichen anderen Orten Europas wurden in der Vergangenheit oder werden immer noch die angeblichen sterblichen Überreste Valentins verehrt.