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| 02:38 Uhr

Verletzte bei Zusammenstößen von Migranten

Athen/Piräus. Bei schweren Zusammenstößen zwischen Mi granten in verschiedenen Camps in Griechenland sind mindestens acht Menschen verletzt worden. Bei den Auseinandersetzungen seien Steine geflogen und Messer eingesetzt worden, teilten die Behörden am Donnerstag mit. dpa/sm

Hintergrund waren Streitigkeiten zwischen verschiedenen Nationalitäten, dabei ging es etwa um laute Musik oder eine Frau. Schauplätze waren die Camps in Piräus, Idomeni und auf der Insel Chios. Seit die Balkanroute vor knapp drei Wochen für Flüchtlinge geschlossen wurde, stecken in Griechenland Zehntausende verzweifelte Migranten fest.

Das Parlament in Athen soll heute im Eilverfahren die nötigen Vorgaben zur Umsetzung des Flüchtlingspakts der EU mit der Türkei ratifizieren.

Im Hafen von Piräus, wo fast 6000 Menschen in Wartehallen und Zelten ausharren, gingen in der Nacht Afghanen und Syrer aufeinander los. Wie die griechische Nachrichtenagentur Ana unter Berufung auf die Hafenpolizei berichtete, wurden acht Menschen verletzt, zwei davon schwer. Auslöser: Ein Afghane soll eine syrische Frau belästigt haben. Nach den Zusammenstößen will die Regierung das überfüllte provisorische Camp in Piräus schrittweise räumen lassen. Die Menschen sollen auf andere Lager verteilt werden, wie ein Sprecher des Stabes für die Flüchtlingskrise im griechischen Fernsehen sagte.