Das ergab eine Umfrage. Die Themen der neuen Bücher aus Sachsen reichen dabei von Sakralkunst in der Oberlausitz bis zu Kinderreimen, vom Foto-Bildband bis zu Lebenserinnerungen.

Der Landesverband Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels zählt derzeit 178 sächsische Verlage – von Ein-Mann-Unternehmen mit Auflagen zwischen 500 und 2000 Exemplaren bis hin zum Klett Schulbuch-Verlag in Leipzig mit etwa 100 Mitarbeitern. Der ist mit Abstand größte Verlag in Sachsen. Seinen Kinderbuch-Verlag hat Klett ebenfalls in Leipzig angesiedelt.

Verlegerin Monika Osberghaus sieht das Unternehmen nach zwei Jahren „wirklich angekommen, stärker wahrgenommen“. Einzelne Titel hätten die 10 000er-Marke geknackt. Beim Dresdner Verlag Voland & Quist etwa lief das Buchjahr „bisher sehr gut“. Von Januar bis Juli habe der Umsatz um etwa 25 Prozent über dem Vorjahreszeitraum gelegen, erklärte Verleger Sebastian Wolter. Die Produktion von Bestsellern hat man hier wie in den meisten kleineren Verlagen nicht im Auge. Die Unternehmen bringen eher noch nicht so bekannte oder vergessene Autoren heraus.

Im Leipziger Lehmstedt Verlag verlief das Jahr „bisher gut, ein wenig unter unseren Erwartungen“, so Verleger Mark Lehmstedt. Spitzentitel ist der Fotoband „Berlin in einer Hundenacht“ von Gundula Schulze Eldowy. Er macht erstmals das sozialdokumentarische Frühwerk der bekannten DDR-Fotografin zugänglich.

In Spitzcunnersdorf setzt Verleger Frank Nürnberger mit seinem Oberlausitzer Verlag auf Regionales. „Kirchen und Sakralkunst in der Oberlausitz“ sind ebenso im Herbstprogramm wie eine „Reise in die Erdgeschichte der Oberlausitz“.