Für Kinder könne das gefährlich werden. Auch Straßenüberwege seien für die kleinen Fußgänger nicht immer gut einsehbar, Bäume oder parkende Autos schränkten die Sicht ein. Verkehrserziehung an Kindertagesstätten und Schulen allein reiche nicht aus, sagte er. Gefahrenstellen müssten beseitigt werden.

In Brandenburg gab es im Vorjahr 458 Verkehrsunfälle, an denen Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren beteiligt waren. 334 Kinder wurden verletzt, eines starb. 2011 waren es 442 Verkehrsunfälle mit 291 verunglückten Kindern. Nach einer Untersuchung von 256 Unfallberichten an Schulen im Landkreis Potsdam-Mittelmark aus dem Jahr 2011 wurden fast 30 Prozent der Unfälle durch Hindernisse auf Wegen verursacht. Bei 27 Prozent waren es bauliche oder optische Mängel an der Straße.

Ein Leitfaden soll Eltern, Lehrer und Planer künftig für das Thema sensibilisieren und Tipps geben. Sie sollen etwa überprüfen, ob im Winter die Straße ausreichend gestreut ist. Mehr Sicherheit böten beispielsweise auch Sperrgitter an Haltestellen oder farblich abgesetztes Pflaster an Überwegen, heißt es.

Acht Maßnahmen sind bereits geplant. So entsteht etwa in Fürstenwalde ein Halteplatz für Eltern, die ihre Sprösslinge mit dem Auto zur Schule bringen.