(dpa/roe) In Dresden entsteht das Deutsche Zentrum für Schienenverkehrsforschung (DZSF). Angeschlossen an die Außenstelle des Eisenbahnbundesamtes in der Landeshauptstadt sollen die Mitarbeiter künftig an mehr Innovationen im Schienenverkehr forschen und Forschungsaktivitäten koordinieren. „Das System Schiene hat Zukunft“, sagte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) am Donnerstag zur Gründung der Behörde.

Das „ungeheuere Zukunftspotenzial“ wolle man in der neuen Dresdner „Denkfabrik“ heben und nutzen. „Wir bündeln unsere Kompetenzen im Bereich Schiene“, so Scheuer in der sächsischen Landeshauptstadt. Er nannte als Beispiele Hochgeschwindigkeitszüge, die Elektrifizierung von Bahnstrecken und automatisiertes Fahren.

Zunächst soll das Zentrum 13 Mitarbeiter beschäftigen. Im Juni werde nach einem Direktor gesucht. Nach dem Sommer soll das Forschungszentrum seine Arbeit aufnehmen. In diesem Jahr sind rund fünf Millionen Euro für das Bundesforschungsprogramm Schiene eingeplant, das laut Bundesverkehrsministerium die Arbeitsgrundlage für das neue Forschungszentrum bildet. Für das Jahr 2020 sind rund 20 Millionen Euro eingeplant.