(dpa/bl) Vorsicht Blitzer: Mit einer großangelegten Aktion ist die Polizei am Mittwoch in mehreren Bundesländern gegen Raser vorgegangen. Am Speed-Marathon sollten nach Angaben des europaweiten Polizei-Netzwerks Tispol 26 Länder teilnehmen. In Deutschland waren knapp ein Dutzend Bundesländer dabei – darunter Brandenburg, Hessen, Bayern, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt.

Eine konkrete Bilanz wird erst am Donnerstag erwartet, da die Aktionen an Hunderten Messstellen zum Teil bis in den späten Abend dauern sollten. In Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt wurde sogar 24 Stunden gemessen.

So registrierte die Brandenburger Polizei bis zwölf Uhr 843 Tempo-Verstöße, sagte eine Sprecherin am Mittwoch. Ein Autofahrer auf der Bundesstraße 1 bei Hoppegarten hatte es besonders eilig: Er sei mit 162 Kilometern pro Stunde erwischt worden. Erlaubt waren 80.

Die Hamburger Polizei will am Donnerstag Verkehrssünder ins Visier nehmen. Die Aktion beginnt um sechs Uhr und wird nach Angaben der Polizei bis 22 Uhr dauern.

Im vergangenen Jahr hatten sich laut Tispol europaweit 23 Länder beteiligt. Dabei seien mehr als drei Millionen Fahrzeuge kontrolliert und mehr als 250 000 Geschwindigkeitsverstöße registriert worden. Somit hatten sich 92 Prozent der beobachteten Fahrer an dem Verkehrssicherheitstag an das vorgeschriebene Tempo gehalten.

Die Aktion geht auf eine Initiative Nordrhein-Westfalens zurück, wo es 2012 die ersten großangelegten Geschwindigkeitskontrollen gab – damals unter dem Namen „24-Stunden-Blitzmarathon“.