Der Bundesgerichtshof (BGH) wird voraussichtlich am 27. Juni darüber entscheiden, ob sogenannte Altanschließer in Brandenburg einen Anspruch auf Schadenersatz haben. Das teilte der BGH am Donnerstag am Ende der mündlichen Verhandlung in Karlsruhe mit. Das Urteil betrifft nach Angaben des Verbandes Deutscher Grundstücksnutzer „mehrere zehntausend“ Eigentümer.

Im vorliegenden Fall geht es um Grundstückseigentümer, die sich gegen einen Anschlussbeitrag ans Trinkwassernetz von rund 1320 Euro wehren. Die Entscheidung hat dem BGH zufolge aber Pilotcharakter für zahlreiche noch anhängige Verfahren in Brandenburg. Insgesamt geht es um Ansprüche in Höhe von geschätzt 300 Millionen Euro (Az.: III ZR 93/18).