Die Heimbetreiber wehren sich juristisch gegen das Verbot, neue Jugendliche aufzunehmen. "Wir lassen dies vom Verwaltungsgericht überprüfen", sagte ein Sprecher der Haasenburg GmbH am Montag. Nach ihrer Rückkehr in ein Haasenburg-Heim haben unterdessen zwei von drei ausgerissenen Jungen ihre Misshandlungsvorwürfe bei Behörden in Brandenburg wiederholt. Der zweite Jugendliche habe in Teilen die Aussagen bestätigt, die zuvor der andere gemacht habe, sagte eine Sprecherin des Jugendministeriums in Potsdam. Durch seine Angaben fühle sich das Ressort in seinem Vorgehen bestätigt.

Ministerin Martina Münch (SPD) hatte in der vergangenen Woche drei Erziehern eine weitere Tätigkeit in den drei Heimen untersagt und einen Belegungsstopp für die Einrichtungen ausgesprochen. Drei Jugendliche waren zuvor aus der Einrichtung in Neuendorf in Unterspreewald (Dahme-Spreewald) ausgerissen. Als Grund nannte ihr Hamburger Anwalt Rudolf von Bracken Gewalttaten und Demütigungen.