Dies sei der Hintergrund der Welle von Brandstiftungen und Sachbeschädigungen gegen einen kurdischen Imbissstand sowie verschiedene Asia-Restaurants, heißt es in einem der RUNDSCHAU vorliegenden Vermerk des Verfassungsschutzes. Danach gehören die Täter mit großer Wahrscheinlichkeit "der rechtsextremistischen Jugendszene von
Rheinsberg" an.
Aufgefallen sind dem Verfassungsschutz drei rechtsextremistische Gruppierungen mit den Namen "Freie Nationalisten Rheinsberg", "Heimatfront Ostprignitz-Ruppin" und "Division 18 Rheinsberg". Zu den beiden letztgenannten Organisationen liegen bisher keine Erkenntnisse vor. Bekannt ist, dass zur Gruppe "Freie Nationalisten Rheinsberg" mehrere Gewalttäter gehören. Zahlenmäßig sind laut Behörde 16 Personen als Angehörige der rechtsextremistischen Szene in Rheinsberg bekannt. Es gibt offenbar enge Verflechtungen zur Neuruppiner und Wittstocker rechtsextremistischen Szene. Laut Verfassungsschutz treten die Rheinsberger jedenfalls gewöhnlich mit Neuruppiner und Wittstocker Szeneangehörigen auf. Insgesamt werden der "rechten" Szene in Rheinsberg 50 Personen zugerechnet. Dem Vermerk zufolge ist die Zahl der politisch motivierten Straftaten in Rheins berg von sechs auf 31 im Jahr 2005 gestiegen.