"Dass es Kontakt gab, ist ein eingeräumter Fakt." Welcher Qualität er war, müsse ebenso noch beleuchtet werden wie die Umstände seiner Anbahnung.

Seitens des Landesamtes für Verfassungsschutz (LfV) hieß es, dass es im Oktober 2015 lediglich einen Kontakt zu einer Person gegeben habe. Dieser habe aber nicht zu einer Zusammenarbeit geführt. Man habe zu keinem Zeitpunkt Informationen über das Wirken der Gruppe aus deren Umfeld und auch kein Täterwissen erhalten, stellte ein Behördensprecher klar. Insofern seien alle früheren Aussagen zu möglichen V-Leuten im Umfeld der "Gruppe Freital" korrekt.

"Wir sind mit der Aufklärung noch nicht fertig. Eine ganze Reihe von Fragen konnten von der Staatsregierung noch nicht abschließend beantwortet werden", sagte Bartl, der auch Vorsitzender des Rechtsausschusses ist. Das Thema werde deshalb auch bei der nächsten regulären Sitzung in der kommenden Woche weiter behandelt.

Bei der von den Linken beantragten Sondersitzung waren am Donnerstag Vertreter des Innen- und Justizministeriums, der Landespolizei und der Generalstaatsanwaltschaft befragt worden.

Mitglieder der "Gruppe Freital" werden beschuldigt, eine rechtsterroristische Vereinigung gebildet und mehrere Sprengstoffanschläge vor allem gegen Flüchtlingsunterkünfte verübt zu haben. Sieben Männer und eine Frau sollen sich vor Gericht unter anderem wegen versuchten Mordes verantworten. Die Ermittlungen führte der Generalbundesanwalt.