Bei dem Bombardement am 4. September 2009 auf zwei von Taliban geraubte Tanklastwagen waren bis zu 142 Menschen getötet oder verletzt worden, darunter auch viele Zivilisten. Kanzleramtsminister Ronald Pofalla kündigte unterdessen an, dass Kanzlerin Angela Merkel (beide CDU) am Donnerstag im Bundestag eine Regierungserklärung zu Afghanistan abgeben werde. Es müsse deutlich werden, dass die Politik hinter dem Einsatz stehe. Innerhalb von zwei Wochen waren sieben deutsche Soldaten getötet worden. Wegen des geschlossenen Luftraums aufgrund der Vulkanasche aus Island konnten die Särge zunächst nicht vom Stützpunkt in Usbekistan nach Deutschland geflogen werden. Daher ist noch unklar, ob die Trauerfeier wie geplant am Freitag in Ingolstadt stattfinden kann. Merkel plane, an der Trauerfeier für die am Donnerstag getöteten vier Soldaten teilzunehmen, so der stellvertretende Regierungssprecher Christoph Steegmans. Ebenfalls für Donnerstag ist die Vernehmung von Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) im Kundus-Untersuchungsausschuss des Bundestags geplant. Bei der Befragung wird es darum gehen, ob Guttenberg in der Affäre um den Luftschlag von Kundus gelogen hat.Unterdessen können die fünf Soldaten, die am Donnerstag in Afghanistan verletzt worden waren, nicht nach Deutschland zurückgebracht werden. "Wir können noch nicht genau sagen, wann sie ausgeflogen werden", sagte ein Sprecher des Sanitätsführungskommandos am Montag in Koblenz. Wegen der Einschränkungen im Luftverkehr waren die Verwundeten am Freitag zunächst nach Istanbul gebracht worden, wo sie in einem US-Militärkrankenhaus liegen. Der Zustand der beiden schwer verletzten Soldaten sei zwar stabil, aber noch kritisch. dpa/mis