„Die Liebhaber alter und seltener Sorten sollen auf ihre Kosten kommen“, sagte Vereinschef Herbert Lohner. Auch anderes Saatgut sei im Angebot.

Auf mehr als 4000 Quadratmetern werden in der Schaugärtnerei des Vereins jährlich viele fast vergessene Arten vermehrt. 120 kaum noch bekannte Kartoffelsorten aus aller Herren Länder stehen derzeit zur Verfügung, wie Lohner sagte. Mit ihren unterschiedlichen Farben und Formen seien Kartoffeln, wie die rotfleischige „Red Cardinal“ und die weißfleischige “Shetland Black“ eine Alternative zu herkömmlichen Kartoffeln.

Wer historische Sorten anbaue, trage zum Erhalt der genetischen Vielfalt direkt vor seiner Haustür bei, sagte Lohner. „Nur wenn die vom Aussterben bedrohten Sorten auch in privaten Gärten angebaut und vermehrt werden, können die weltweit etwa 5000 Sorten erhalten bleiben.“ Das Motto laute „Bewahren durch Aufessen“. Im Programm stehen am Samstag auch Führungen durch den Garten sowie Beratungen zu Aufzucht, Erhaltung und Vermehrung seltener Kulturen, die alle aus Genbank-Beständen stammen. dpa/mb