Als Kontrollgruppe werden auch Menschen interviewt, die im gleichen Restaurant oder der gleichen Kantine aßen, aber gesund blieben.

Lieferwege: Lassen sich Lebensmittelinfektionen verstärkt an einem Ort festmachen, wird dort nicht nur nach der Hygiene geschaut, sondern auch nach Rezepten und Zubereitung. Die Fahnder wollen genau wissen, was auf den Tellern lag und erforschen, wer die Einrichtung beliefert hat.

Rückstellproben: Jede Groß- und Vollküche ist verpflichtet, von Mahlzeiten eine Probe zu nehmen und gut gekühlt vier bis sieben Tage aufzubewahren. Denn viele Lebensmittelinfektionen brechen erst Tage nach dem Verzehr aus.

Keime: Häufige Erreger für lebensmittelbedingte Infektionen sind Salmonellen- und Campylobacter-Bakterien. Infektionen mit Listerien und Ehec treten seltener auf. Durch die Schwere der Erkrankung, die sie auslösen können, spielen sie eine wichtige Rolle. Infektionen können aber auch durch Toxine ausgelöst werden, die von den Bakterien bereits im Lebensmittel produziert werden. Häufig spielt dabei das Bakterium Staphylokokkus aureus eine Rolle. Die Übertragung von Noroviren kann auch über Lebensmittel erfolgen, wenn sie während Produktion oder Verarbeitung verschmutzt wurden.