An allen 16 internationalen Flughäfen in Deutschland herrscht bis zum heutigen Montag, 14 Uhr Flugverbot, wie die Deutsche Flugsicherung (DFS) in der Nacht mitteilte. Die Flughäfen Berlin-Tegel und Berlin-Schönefeld blieben als einzige am Sonntag noch bis Mitternacht offen, danach war auch Schluss. Am Nachmittag hatte die DFS zwischenzeitlich an sieben der 16 internationalen Airports den Flugbetrieb erlaubt, um Passagiere zumindest in diesem Zeitfenster befördern zu können. Lediglich in Hannover landete aber eine Passagiermaschine mit Urlaubern von der iberischen Halbinsel. Alle anderen Flüge waren Leerflüge zur Überführung. Das Bundesverkehrsministerium erklärte, es sei nicht absehbar, wie lange die Verkehrsbeschränkungen noch andauern werden. Der Flughafenverband fordert von den am heutigen Montag beratenden EU-Verkehrsministern einheitliche Kriterien bei der Sperrung des Luftraumes. Indes gibt es heftige Kritik von Airlines. Sie warfen Meteorologen und Vulkanologen vor, es fehlten genaue Messdaten. In Deutschland sei nicht mal ein Wetterballon zur Messung des Vulkanstaubs in der Luft, rügte Air-Berlin-Chef Joachim Hunold. Der Wetterdienst und das Zentrum für Luft- und Raumfahrt verwiesen dagegen auf entsprechende Lasermessungen. dpa/ab Seite 3