Die als Favoritin gehandelte, bundesweit bekannte Unternehmerin und Netzaktivistin Anke Domscheit-Berg errang dagegen nur Listenplatz zwei. Da die Piraten in Brandenburg rund zehn Prozent der Stimmen erreichen müssten, um zwei Abgeordnete aus der Mark in den Bundestag schicken zu können, gilt ihr Einzug in das Parlament nun als eher unwahrscheinlich.

"Ich bin quasi im Interent geboren und mache sehr, sehr viel damit", sagte Göritz nach seiner Nominierung der RUNDSCHAU. "Für mich ist es deswegen sehr befremdlich, wie die etablierte Politik mit diesem Thema umgeht - etwa beim Thema Netzsperren, die doch gar nicht umsetzbar sind." Gegenüber der RUNDSCHAU kündigte Göritz an, sich im Fall seiner Wahl auch im Umweltbereich engagieren zu wollen: "Wir Piraten sind gegen eine Fortsetzung des Braunkohleabbaus", sagte Göritz. "Wir wollen den Ausbau alternativer Energien fördern ."

Über schattet wurde die Aufstellungsversammlung von getwitterten Stasi-Vorwürfen gegen einen der rund dreißig Bewerber. Sein Name befände sich angeblich in einer im Internet einsehbaren Liste ehemaliger Stasi-Mitarbeiter. Diese Vorwürfe konnten jedoch noch auf der Parteiversammlung geklärt werden: Nur der Name, nicht aber das Geburtsdatum und der Geburtsort aus der Liste stimmten mit den Daten des Bewerbers überei n.