Dennoch bleibt es nach LR-Informationen beim entscheidenden Termin am Mittwoch, 16. März. Bis dahin müssen die Kaufinteressenten ein verbindliches Angebot vorlegen. Die tschechischen Energiekonzerne CEZ und EPH wollen dies tun, haben das aber nicht offiziell bestätigt. Außerdem will der Essener Konzern Steag ein Konzept abgeben, wie die RUNDSCHAU berichtet hat. Die Steag würde demnach als Betreiber auftreten und aus einem Fonds bezahlt werden.

Die Kosten der Rekultivierung der vom Tagebau beeinträchtigten Landschaften, Pensionsansprüche sowie der gesunkene Preis für Kohlestrom an der Börse gelten als Risiken für künftige Eigentümer der Anlagen. Deshalb ist der Wert der Vattenfall-Energie sparte gesunken. Er war früheren Angaben zufolge auf zwei bis vier Milliarden Euro taxiert worden; das Unternehmen hat 1,6 Milliarden Euro darauf abgeschrieben. Nun könnte der bei den Bietern erzielbare Kaufpreis noch niedriger liegen - und eine Schmerzgrenze unterschreiten. Das Handelsblatt berichtete online, dass Vattenfall das Lausitzer Geschäft nicht loswerde.

Unternehmenssprecher Stefan Müller sagte der RUNDSCHAU: "Wir beteiligen uns nicht an Spekulationen. Bei dem Verkaufsprozess handelt es sich um einen vertraulichen Prozess. Wir haben uns bisher nicht zu einzelnen Bietern geäußert, und ich werde dies auch jetzt nicht tun."

Kanzleramtschef in Jänschwalde

Der Chef des Bundeskanzleramts, Peter Altmaier (CDU), sagte am Freitag im Kraftwerk Jänschwalde, dass der Bund bis zum Sommer ein Konzept für den Fortgang der Energiewende vorlege. Der Lausitzer CDU-Bundestagsabgeordnete Klaus-Peter Schulze sagte der RUNDSCHAU, Altmaier habe bekräftigt, dass es keinen gleichzeitigen Ausstieg aus Atom und Kohle geben könne. Es müsse verbindlich festgelegt werden, wie es mit konventionellen Energieträgern weitergehe.

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