Laut einer am Dienstag in Potsdam geschlossenen Vereinbarung sollen dann 72 Prozent weniger Kohlendioxid ausgestoßen werden als 1990. Dieses Ziel wird vermutlich nur mit der umstrittenen Technik zur Abscheidung und Speicherung von CO2 (CCS) erreicht werden.

1990 betrug der Kohlendioxid-Ausstoß der Kohlekraftwerke in Brandenburg nach Unternehmensangaben rund 61 Millionen Tonnen pro Jahr. Inzwischen sind es nur noch rund 35 Millionen Tonnen jährlich. Um das 72-Prozent-Ziel zu erreichen, müsste der Ausstoß bis auf rund 17 Millionen Tonnen gedrückt werden.

Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) sprach beim Abschluss der Vereinbarung von einem "starken Signal in Richtung Lausitz". In dem Papier heißt es, das gesetzte Ziel wäre für Vattenfall in der Lausitz mit CO2-Abscheidung erreichbar. Vattenfall-Vorstand Hartmuth Zeiß sagte, mit dem Neubau einer CCS-Anlage in Jänschwalde könne man die dortigen jährlichen CO2-Emissionen von 20 Millionen auf fünf Millionen Tonnen senken.

Der Energiekonzern verpflichtete sich auch, in den kommenden Jahren 27 Millionen Euro in die Forschung zur Steigerung von Flexibilität und Effizienz von Kranftwerken zu investieren.