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| 02:37 Uhr

Vattenfall wehrt sich gegen Vorwurf zu hohen Quecksilberausstoßes

Der geplante Quecksilber-Grenzwert wird von Vattenfall bereits eingehalten. Foto: A. Burgi/Archiv
Der geplante Quecksilber-Grenzwert wird von Vattenfall bereits eingehalten. Foto: A. Burgi/Archiv
Cottbus. Der Energiekonzern Vattenfall wehrt sich gegen den Vorwurf der Grünen, durch hohen Quecksilberaustoß aus Braunkohlekraftwerken die Umwelt zu belasten und moderne Filtertechnik nicht ausreichend zu nutzen. Nach Angaben des Energiekonzerns, der in der Lausitz die Braunkohlekraftwerke Jänschwalde, Schwarze Pumpe und Boxberg betreibt, werden dort schon heute die ab 2019 geltenden schärferen Grenzwerte von zehn Mikrogramm pro Kubikmeter Abluft eingehalten. Simone Wendler

Derzeit liegt der Grenzwert bei 30 Mikrogramm pro Kubikmeter. Zur weiteren Quecksilberreduzierung würden umfangreiche Untersuchungen angestellt.

Nach einem von der Bundestagsfraktion der Grünen in Auftrag gegebenen Gutachten sei Deutschland in der EU einer der Spitzenreiter bei der Quecksilberbelastung, die im Wesentlichen auf den Ausstoß aus Kohlekraftwerken zurückzuführen sei. Die Grünen fordern deshalb eine drastische Reduzierung des Grenzwertes.

In einem anderen Streit um die Braunkohlewirtschaft in der Lausitz hat die Umweltschutzorganistion BUND beim Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg eine Verzögerungsrüge erhoben. Gestritten wird um die wasserrechtliche Genehmigung für den laufenden Tagebau Welzow-Süd. Eine Klage des BUND gegen diese Erlaubnis war am Verwaltungsgericht Cottbus gescheitert. Über die Zulassung einer Berufung hat das Oberverwaltungsgericht seit 2013 noch nicht entschieden.