Von der zeitweisen Stilllegung des Baggers sind nach Vattenfall-Angaben 30 Mitarbeiter betroffen, für die Beschäftigung in anderen Unternehmensbereichen gesucht werden soll. Die Kohleförderung sei nicht eingeschränkt, erklärte Vattenfall-Sprecher Thoralf Schirmer am Mittwoch.

Hintergrund ist ein anhängiger Rechtsstreit mit der Landwirte Terpe-Proschim GmbH. Deren Inhaber gehören zu den hartnäckigsten Gegnern eines neuen Tagebaus Welzow-Süd II, für den sie umsiedeln müssten. Von den aktuellen Auseinandersetzungen ist jedoch nur der laufende Tagebau betroffen.

Die Landwirte GmbH hatte Ende Dezember mit einem Eilantrag am Verwaltungsgericht Cottbus beantragt, das Landesbergamt solle verpflichtet werden, Vattenfall das Weiterbaggern an juristisch umstrittenen Flächen zu untersagen. Das Verwaltungsgericht hatte das abgelehnt.

Dagegen haben die Proschimer Kohlegegner Beschwerde beim OVG Berlin-Brandenburg eingelegt und am vorigen Montag einen neuen Eilantrag gestellt, um Vattenfall das Weiterbaggern vorläufig untersagen zu lassen. Nach Rücksprache des Gerichtes mit Vattenfall hatte der Energiekonzern zugesagt, bis Monatsende keine vollendeten Tatsachen zu schaffen. Bis dahin will das OVG über den Eilantrag der Proschimer Landwirte GmbH entscheiden.

Parallel dazu läuft eine zivilgerichtliche Auseinandersetzung zwischen Vattenfall und dem Landwirtschaftsbetrieb, die jedoch keine unmittelbare Auswirkung auf den Tagebaubetrieb hat.