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| 02:39 Uhr

Vattenfall: Protestierer hinterließen gefährliche Steckschuhe an Gleisen

Cottbus. Der Energiekonzern Vattenfall erhebt schwere Vorwürfe gegen Teilnehmer der Pfingstproteste gegen den Lausitzer Braunkohlebergbau. Hinterlassene Manipulationen an Gleisen hätten akut Menschenleben gefährdet. Simone Wendler

Nach Angaben von Vattenfall haben Teilnehmer der Anti-Kohle-Proteste in der Lausitz an den Kohlebahngleisen gefährliche Steckschuhe hinterlassen, um Entgleisungen herbeizuführen. Nur aufgrund geringer Geschwindigkeit habe sich die Lok eines Kohlezuges am Dienstagmorgen noch auf den Schienen halten können, als sie auf so ein Hindernis fuhr.

Eine weitere derartige Gleismanipulation habe sich vor dem Kohlebunker des Kraftwerkes Schwarze Pumpe an der Brücke der Kohlebahn über die B97 befunden. Eine Entgleisung hätte hier den Absturz des Zuges auf die Bundesstraße zur Folge haben können, teilte der Energiekonzern mit.

Ebenso seien Signalanlagen manipuliert und eine Bombenattrappe im Gleisbett versteckt worden. Nur dank erhöhter Aufmerksamkeit konnte ein Zugzusammenstoß wegen der Veränderungen an Signalen verhindert werden.

Die große Mehrheit der Aktivisten habe es auf Eskalation und die Gefährdung von Menschen angelegt, sagte Vattenfall-Chef Hartmuth Zeiß.

Themen des Tages Seite 3