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Vattenfall plant weiter CCS-Kraftwerk in Jänschwalde

Tuomo Hatakka setzt weiterhin auf Braunkohlestrom. Foto: M. Helbig/mih1
Tuomo Hatakka setzt weiterhin auf Braunkohlestrom. Foto: M. Helbig/mih1 FOTO: M. Helbig/mih1
Cottbus. . Der Energiekonzern Vattenfall hält an seinen Plänen fest, in Jänschwalde (Spree-Neiße) ein Braunkohlekraftwerk mit CCS-Technologie, der Abscheidung von Kohlendioxid (CO{-2}), zu errichten. Von Simone Wendler

Das versicherte Vorstandschef Tuomo Hatakka am Mittwoch bei einem Vortrag an der Brandenburgischen Technischen Universität (BTU) in Cottbus. „Wir gehen in unseren Planungen perspektivisch von 2000 Megawatt aus, wenn die Rahmenbedingungen dafür stimmen“, sagte er.

Eine Entscheidung über den Baubeginn kündigte er jedoch erst in fünf bis sieben Jahren an. Vattenfall, das machte der Konzernchef deutlich, setzt auf einen Erfolg der EU-Initiative zur Schaffung eines Verbundsystems zur gemeinsamen Entsorgung und Speicherung von abgetrenntem CO{-2} unter der Nordsee. Braunkohlestrom werde als eine zentrale Säule der Versorgung über 2030 hinaus eine wichtige Rolle spielen, sagte Hatakka. Die Brandenburger Energiestrategie 2030 bezeichnete er als „bemerkenswertes Dokument“, weil sie die Herausforderungen der Energiewende treffend beschreibe.

Der Auftritt Hatakkas in Cottbus wurde begleitet vom Protest von etwa 50 Gegnern neuer Tagebaue und einer CO{-2}-Speicherung.

Am Donnerstag findet beim regionalen Stromversorger EnviaM in Cottbus eine Podiumsdiskussion statt, die sich ebenfalls mit der Energiewende befasst. Die RUNDSCHAU berichtet am Samstag ausführlich über die Energie-Debatten in der Lausitz.