Vattenfall wird die Umsiedlungsverträge mit den Gemeinden Trebendorf und Schleife im kommenden Jahr nur paraphieren, aber noch nicht rechtskräftig unterschreiben. Die Unterschrift soll erst nach dem Eigentümerwechsel geleistet werden. Das bestätigte Vattenfall-Sprecher Thoralf Schirmer. Ende Oktober hatte der schwedische Staatskonzern mitgeteilt, dass der Verkauf seines Braunkohlengeschäftes in der Lausitz geprüft werde. Inzwischen wird ein Verkauf in den kommenden sechs bis neun Monaten erwartet.

Für die Gemeinden Trebendorf und Schleife und die von der Umsiedlung betroffenen 1700 Einwohner hat die Verzögerung bei den Umsiedlungsverträgen mit den Gemeinden gravierende Auswirkungen. Ohne diese Unterschriften gibt es keine individuellen Verträge für die Betroffenen. Einige haben sich jedoch schon neue Grundstücke gesucht, können diese aber vorerst nicht kaufen. Ohne den Vertrag mit Vattenfall können sie keinen Kredit aufnehmen.

"Wir wollten den Betroffenen frühzeitig Sicherheit für ihre Lebensplanung geben, was jetzt passiert ist das genaue Gegenteil", beklagt der Bürgermeister von Schleife Reinhard Bork (parteilos). Alles was mühsam ausgehandelt wurde, sei infragegestellt, sagt seine Trebendorfer Amtskollegin Kerstin Antonius (Wählervereinigung). Blockiert würden durch die Hängepartie auch eine ganze Reihe von Bauvorhaben in den Gemeinden, an denen sich Vattenfall als Ausgleich für die Umsiedlungsbelastung finanziell beteiligen soll.