Der amerikanische Verteidigungsminister Donald Rumsfeld unterzeichnete nach einem Bericht der "Washington Post" vom Samstag einen Marschbefehl für eine "bedeutende" Zahl von Bodentruppen sowie Luftwaffen- und Schiffsverbände. Schätzungen zufolge werden in den kommenden Wochen rund 50 000 US-Soldaten in die Region am Persischen Golf entsandt.
Nach amerikanischen Medienberichten soll der Flugzeugträger "USS George Washington" kurz nach Neujahr auslaufen. Ein zweiter Verband komme aus dem Pazifik. Zudem bereite die Marine eines ihrer beiden riesigen Lazarettschiffe für einen Einsatz vor. Derzeit sollen etwa 60 000 US-Soldaten in der Golfregion sein.
Die UN-Waffeninspekteure im Irak befragten einen Metallexperten eines staatlichen Unternehmens. Es war die zweite reguläre Befragung eines irakischen Wissenschaftlers. In beiden Fällen war ein Vertreter der irakischen Seite anwesend. Von dem Wissenschaftler Kassim Mugbel erhofften sich die Inspekteure nach eigenen Angaben Informationen über Aluminiumröhren, die theoretisch auch bei der Produktion von Atomwaffen eine Rolle spielen können. Mugbel habe mit dem früheren irakischen Atomwaffenprogramm jedoch nichts zu tun gehabt, betonte ein Sprecher der Waffeninspekteure.
Erstmals besuchten die UN-Waffeninspekteure am Wochenende auch ein Regionalbüro der regierenden Baath-Partei. Nach Angaben des irakischen Außenministeriums hatte es 1998 einen Konflikt gegeben, weil den damaligen UN-Inspekteuren der Zugang verwehrt worden war. Unter anderem kontrollierten die Experten der Vereinten Nationen Rüstungsbetriebe, eine Lebensmittelfabrik und eine Fabrik für Tierimpfstoffe. (dpa/kr)