Das Verteidigungsministerium in Moskau hatte zuvor mitgeteilt, aus dem Zentrum des Mittelmeeres seien zwei ballistische Raketen Richtung Osten gestartet worden.

Nach Angaben des israelischen Verteidigungsministeriums wurde erfolgreich eine Zielrakete des Typs Sparrow (Spatz) getestet. "Dies ist der erste Testflug dieser neuen Version von Sparrow, und er wurde in einem israelischen Testgelände über dem Mittelmeer ausgeführt."

Die Rakete sei um 8.15 MESZ erfolgreich abgefeuert worden und in der geplanten Flugbahn geflogen, teilte das Ministerium weiter mit. Der Radar des Raketenabwehrsystems Arrow (Pfeil) habe die Zielrakete erfolgreich verfolgt. Das Abfeuern sei um 8.16 Uhr MESZ von einer Radarstation in der russischen Stadt Armawir rund 1200 Kilometer südlich von Moskau registriert worden, teilte das russische Verteidigungsministerium mit. Vor der Mitteilung des israelischen Militärs hatten sowohl die USA als auch andere Nato-Staaten mitgeteilt, sie seien an keinem Raketenstart beteiligt gewesen.

Die USA erwägen einen Militärschlag gegen das syrische Regime wegen des mutmaßlichen Einsatzes von Giftgas. Das Regime von Präsident Baschar al-Assad bestreitet alle Vorwürfe und macht Rebellengruppen für den mutmaßlichen Chemiewaffeneinsatz verantwortlich. In Syrien sollen binnen drei Tagen mehr als 100 Soldaten und Offiziere desertiert sein. Das berichteten Oppositionelle am Dienstag. Sie werteten dies als Ergebnis der Drohung der US-Regierung mit einem Militärschlag auf Einrichtungen der syrischen Armee. Demnach haben die Menschen im Umland von Damaskus nicht nur Angst vor Angriffen der US-Armee, sondern auch vor möglichen Giftgas-Attacken durch das Regime.

Aus Angst vor neuen Giftgasangriffen verließen Tausende von Menschen aus den Dörfern und Kleinstädten rund um Damaskus ihre Häuser und flohen in Richtung Jordanien. Nach Angaben von Rebellen und Aktivisten an der Grenze trafen am Dienstag etwa 5000 Menschen an der Grenze ein. Insgesamt seien damit nun bereits 40 000 Menschen in dem Gebiet angekommen.

Zum Thema:
Bei einer Explosion von Munition sind an der syrisch-türkischen Grenze am Dienstag mindestens sechs Menschen getötet worden. Darunter seien ein Türke und fünf Syrer, berichteten türkische Medien. Mehrere Menschen seien verletzt. Zum Hergang gab es unterschiedliche Angaben. Fernsehsender berichteten zunächst, in dem an der Grenze gelegenen Ort Hacipasa habe es eine Explosion in einem Munitionslager gegeben. Andere Medien berichteten, Schmuggler hätten Altmetall, darunter auch Munition, über die Grenze in die Türkei bringen wollen. Die Türkei unterstützt im syrischen Bürgerkrieg die Aufständischen.