Während dieser davor warnte, „Druck auf die Armee“ auszuüben, bot der prominente Oppositionspolitiker Mohammed el Baradei an, eine Übergangsregierung zu führen. Auf dem Tahrir-Platz in Kairo fordern seit rund einer Woche Zehntausende Demonstranten den sofortigen Rücktritt des Militärrats. Bei Zusammenstößen mit der Polizei waren dabei mehr als 40 Menschen ums Leben gekommen.

US-Helikopter greifen Posten in Pakistan an – Islamabad verstimmt

Nach einem Angriff von Nato-Kampfhubschraubern auf einen pakistanischen Militärposten an der Grenze zu Afghanistan hat Islamabad die USA zur Räumung eines Luftwaffenstützpunkts aufgefordert. Die US-Streitkräfte sollten die Basis in Shamsi im Südwesten des Landes innerhalb von 15 Tagen räumen, bestätigte das pakistanische Außenministerium am Sonntag. Bei dem US-Angriff waren 24 pakistanische Soldaten getötet worden. Mindestens 13 wurden verwundet.

Behörden wussten von Waffen bei Neonazis

Der Verfassungsschutz wusste nach „Spiegel“-Informationen bereits 1998 davon, dass sich das untergetauchte Neonazi-Trio Waffen besorgte. Demnach soll ein V-Mann im September 1998 berichtet haben, ein sächsischer Neonazi beschaffe für Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe Waffen, berichtet das Nachrichtenmagazin. Zudem wurden die Verfassungsschützer informiert, dass mit den Waffen Überfälle begangen werden sollten. Die Hinweise stammen laut „Spiegel“ vom brandenburgischen Verfassungsschutz und wurden an die Kollegen in Sachsen und Thüringen sowie das Bundesamt für Verfassungsschutz weitergeleitet.

Arabische Liga geht gegen Syrien vor

Die Arabische Liga verhängt angesichts des fortdauernden Blutvergießens in Syrien Wirtschaftssanktionen gegen das Regime von Präsident Baschar al-Assad. Die Außenminister der Liga beschlossen bei einem Krisentreffen am Sonntag in Kairo mit großer Mehrheit eine Reihe von Strafmaßnahmen. Betroffen sind insbesondere Regierungsmitglieder. Ihre Guthaben sollen in den arabischen Ländern eingefroren und ein Reiseverbot verhängt werden.

Contergan-Geschädigte fordern mehr Geld

Etwa 200 Contergan-Opfer haben am Samstag in Berlin für eine höhere Entschädigung demonstriert. Das teilte ein Polizeisprecher mit. Das Ende der 50er- und Anfang der 60er-Jahre verkaufte Schlafmittel Contergan führte dazu, dass Tausende Frauen schwer missgebildete Kinder zur Welt brachten.