Dies liege daran, dass sich in Virginia der demokratische Senatskandidat Jim Webb knapp durchgesetzt habe, meldete der Sender NBC in der Nacht zum Donnerstag.Der demokratische Führer im Senat, Harry Reid, reklamierte bereits den Sieg für seine Partei. „Das amerikanische Volk hat sich klar und entschieden dafür ausgesprochen, dass die Demokraten es in eine neue Richtung führen“, erklärte Reid.

Sollte der Sieg in Virgina offiziell bestätigt werden, haben die Demokraten im Senat wie die Republikaner 49 von 100 Sitzen. Zwei unabhängige Senatoren haben aber bereits angekündigt, mit den Demokraten stimmen zu wollen.

Nach der Schlappe seiner Republikaner und dem Rücktritt von Verteidigungsminister Donald Rumsfeld bereitet sich Präsident George W. Bush unterdessen auf eine engere Zusammenarbeit mit den Demokraten vor. Er will sich im Laufe des Tages mit führenden Vertretern der Demokratischen Partei treffen.

Die Demokraten hatten bei den Kongresswahlen am Dienstag mit deutlicher Mehrheit zunächst das Repräsentantenhaus zurückerobert. Durch die Wahlschlappe wird der Handlungsspielraum des Präsidenten bedeutend beschnitten.