Der 40-Jährige aus Eibau war vor einer Woche wegen fahrlässiger Tötung eines Teenagers mit einer Geldstrafe unter Vorbehalt belegt worden. Diese muss er zahlen, wenn er innerhalb der verhängten Bewährungszeit von einem Jahr erneut straffällig werden sollte.

Nach Ansicht der Richter hatte er gegen das Sichtfahrgebot verstoßen und hätte an der Unfallstelle nicht schneller als maximal 50 km/h fahren dürfen. Die Schülerin war im Februar 2009 morgens bei Hochkirch (Landkreis Bautzen) an der Haltestelle aus einem Bus gestiegen und hatte die Bundesstraße 6 überquert. Die 13-Jährige wurde von dem Auto erfasst, das mit etwa Tempo 80 auf der Gegenfahrbahn fuhr.

Das Amtsgericht Bautzen hatte den Fahrer im September 2010 freigesprochen, die Staatsanwaltschaft war in Berufung gegangen. Im Dezember hatte das Landgericht eine Geldstrafe verhängt. Das Oberlandesgericht hatte das Urteil aber im Juli aufgehoben und den Fall zur Verhandlung zurückverwiesen.