Zuvor müsse die Wirtschaftskammer noch über einen Beweisantrag entscheiden. Den Angeklagten drohen längere Haftstrafen: Für den Firmeninhaber (41) hat die Staatsanwaltschaft eine Freiheitsstrafe von fünfeinhalb Jahren gefordert. Der Geschäftsführer (39) soll nach ihrem Willen viereinhalb Jahre ins Gefängnis.

Laut Anklage hat das Duo mit gefälschten Rechnungen rund 11,1 Millionen Euro Fördermittel erschlichen. Das Geld sollte angeblich in die Herstellung von medizinischen Produkten in Luckenwalde (Teltow-Fläming) fließen. Laut Anklage hatten die Männer jedoch nie vor, das Geld für das Unternehmen zu verwenden.

Wegen der Affäre war Brandenburgs Ex-Wirtschaftsminister Ralf Christoffers (Linke) unter Druck geraten. Er sollte sich entgegen Zweifeln der Investitionsbank Brandenburg (ILB) für eine Auszahlung von Fördermitteln eingesetzt haben. Christoffers hat dies stets zurückgewiesen. Auch die ILB hat die Millionenförderung als rechtmäßig verteidigt.