Diese Umstände machen Umstrukturierungen, Abschiede, Stromanbieter-Wechsel und das eigene Altern sehr unbeliebt. Und als Monument der Beständigkeit bleibt da nur noch der Urlaub.

Jeder sechste Deutsche verreist daher seit Jahren in die gleiche Gegend und bucht sogar dieselbe Unterkunft, ergab eine GfK-Umfrage. 60 Prozent bleiben im Ausland bei den Speisen, die sie kennen. Wie sagt der Poet: Hunger und Durst? Bier und Wurst!

Das heißt natürlich nicht, dass Deutsche unflexibel sind. Immerhin bedeutet eine Urlaubsreise Ortswechsel, Wetterwechsel und im Idealfall auch Wäschewechsel. Manche müssen an Flughäfen oder Bahnhöfen umsteigen oder im Auto mal den Gang wechseln. Da ist der Wechselwillen schon aufgebraucht.

Und selbst wer zu Hause bleibt, muss immer noch die schwere Umstellung von Job auf Freizeit verkraften. Manche arbeiten daher, wie gestern erörtert, im Urlaub weiter - vermutlich auch aus Angst vor Veränderung. Andere dagegen üben das Nichtstun schon mal am Arbeitsplatz. Natürlich nicht etwa aus Faulheit. Sondern damit sich im Urlaub nicht zu viel verändert.