Wegen illegalen Waffenhandels sind am Donnerstagmorgen Spezialkräfte der Polizei aus Berlin und Brandenburg ausgerückt. Seit dem frühen Donnerstagmorgen wurden 26 Wohnungen und Kneipen in der Hauptstadt und der Umgebung durchsucht, wie eine Polizeisprecherin sagte. Vier Menschen wurden verhaftet. Insgesamt gibt es zehn Verdächtige. Sie sollen umgebaute Pistolen aus der Slowakei eingeschmuggelt und verkauft haben.

Nach Informationen der Zeitung „Die Welt“ sei aufgrund der „Gefährlichkeit der Bande beinahe das komplette Berliner Spezialeinsatzkommando (SEK)“ im Einsatz. Auch das SEK-Brandenburg sei hinzugezogen worden. Der Einsatz dauert den Angaben zufolge noch an.

Die Bande soll „im großen Stil“ Waffen geschmuggelt ahben. Dabei soll es sich um Kleinkaliber-Pistolen handeln, die zu scharfen 9mm-Pistolen umgebaut wurden.

Weitere Details will die Generalstaatsanwaltschaft im Lauf des Tages bekannt geben.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) sprach von langwierigen Ermittlungen und hartnäckiger Arbeit der Kripo gegen die Waffenschieber. „Wir sagen nicht ohne Grund, dass wir bei all der öffentlichen Diskussion um die organisierte Kriminalität eben nicht nur arabische Clans auf dem Schirm haben dürfen. Der Fall zeigt deutlich, dass es multikulturelle Netzwerke gibt, die über Landesgrenzen hinweg agieren und für Schwerstkriminalität in unserer Stadt verantwortlich sind.“

(mit dpa)