Grants Status als Leinwand-Gentleman aus der Glanzzeit der Traumfabrik Hollywood ist aber geblieben. Am heutigen Dienstag jährt sich der Todestag des gebürtigen Briten zum 25. Mal.

Grant starb 1986 im Alter von 82 Jahren an den Folgen eines Schlaganfalls. Seine Leinwandromanzen mit Stars wie Marlene Dietrich, Ingrid Bergman, Grace Kelly, Sophia Loren und Audrey Hepburn gingen als beste Liebesszenen in die Geschichte Hollywoods ein. Auch Grants einziges Kind, Tochter Jennifer (45), schwärmte für ihren berühmten Vater. „Okay, ich war in Dad verschossen“, schrieb sie in ihrer Autobiografie. Eigene Memoiren ließ der Schauspieler nicht zurück. Jennifer stammte aus Grants vierter Ehe mit der Schauspielerin Dyan Cannon. Als sie zur Welt kam, war Grant bereits 62 Jahre alt. Mit 77 Jahren heiratete er zum fünften Mal.

Grant arbeite mit Spitzenregisseuren zusammen – darunter Alfred Hitchcock, Frank Capra und Howard Hawks. Seine Wandlungsfähigkeit lernte er schon als Teenager in England. Mit 13 Jahren lief der gebürtige Alexander Archibald Leach aus seinem ärmlichen Elternhaus davon und schloss sich als Tänzer, Sänger und Jongleur einer Varieté- und Schauspielwandergruppe an. 1921 reiste er erstmals in die USA.

Sechs Jahre später trat er am Broadway in Musicals und Komödien auf. Nach dem Umzug nach Hollywood legte er sich den Künstlernamen Cary Grant zu. Bereits sein vierter Filmauftritt („Die blonde Venus“, 1932) brachte dem gut aussehenden Mann eine Hauptrolle neben Marlene Dietrich ein. Den Durchbruch als Hollywoods „Leading Man“ schaffte er ein Jahr später an der Seite von Mae West in „Sie tat ihm Unrecht“ und „Ich bin kein Engel“. Zweimal wurde er für den Oscar als bester Hauptdarsteller nominiert – ging aber leer aus. Erst 1970 feierte ihn die Akademie mit einem Ehrenpreis für sein Lebenswerk.