Der CDU-Kreisvorsitzende Carsten Saß sagt: "Die Lage ist nach meiner persönlichen Einschätzung dramatisch." Es bestehe der Verdacht, dass durch eine Mitarbeiterin der Kreisgeschäftsstelle Gelder des Kreisverbandes Dahme-Spreewald und seiner Untergliederungen zweckentfremdet eingesetzt worden seien.

Was das genau heißt - also wohin wie viel Geld geflossen ist - sei noch Gegenstand der Ermittlungen, hieß es am gestrigen Donnerstag.

Dem Kreisverband sei laut Saß mit großer Wahrscheinlichkeit ein erheblicher finanzieller Schaden entstanden, der derzeit noch nicht konkret beziffert werden könne. Meldungen von anderer Seite, es handele sich um mehrere Zehntausend Euro, bestätigt er nicht.

Die Mitarbeiterin wurde laut CDU fristlos entlassen. Der Kreisverband hat außerdem einen Anwalt eingeschaltet und Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft gestellt. Konten seien vorübergehend geschlossen worden, die Zahlungsfähigkeit und der laufende Geschäftsbetrieb des Verbandes aber gesichert.

Saß zufolge kam der erste Verdacht wenige Tage nach der Bundestagswahl auf. Seither werden die Vorfälle intensiv geprüft.

Die Mitglieder wurden in dieser Woche schriftlich informiert. Vorgestern traf sich der Kreisvorstand in Wildau zu einer außerordentlichen Sitzung.

"Unser Vertrauen und das der Mitglieder ist in erheblichem Maße missbraucht worden", so Saß.

Nun bestehe ein großes Interesse, die Vorgänge transparent aufzuarbeiten. In der Sondersitzung am Mittwochabend ist dafür eine Kommission gegründet worden.