Dieser sei "unschädlich für die Kulturlandschaft der Region, notwendig für die wirtschaftliche Entwicklung der Region und gut für das Klima", stellten die Vereinigung der Unternehmensverbände in Berlin und Brandenburg und der Bauindustrieverband Berlin-Brandenburg gestern fest. Damit reagierten sie auf Kritik und Klagen der Stadt Potsdam und des Umweltverbandes BUND. Potsdam befürchtet, dass die mit dem Bau verbundene Senkung des Wasserspiegels das Welterbe der preußischen Schlösser und Gärten beeinträchtigt, die Umweltschützer sehen Fauna und Flora in Gefahr. Die Stadt und der BUND haben beim Bundesverwaltungsgericht Klagen eingereicht. Der Ausbau auf einer Strecke von knapp 13 Kilometern soll 2009 beginnen und 65 Millionen Euro kosten. Er ist Teil des Verkehrsprojekts Deutsche Einheit Nummer 17. Die Unternehmerverbände argumentieren, der größere Kanal werde viel Verkehr von der Straße auf die Wasserwege verlagern und sei "damit ein wichtiges Umweltschutzvorhaben für die Region". Weder die Sacrower Heilandskirche noch andere Kulturbauten seien von den Wasserbaumaßnahmen bedroht. Richtig sei vielmehr, "dass dem Kanal eine enorme Bedeutung für die wirtschaftliche Entwicklung der Region Berlin-Brandenburg als Transport- und Logistik-Drehscheibe in der Mitte Europas zukommt". Bauindustrie-Verbandsgeschäftsführer Axel Wunschel sagte, der West-Ost-Transitverkehr durch Europa, vor allem der Container-Verkehr im Hinterland der Seehäfen Richtung Osten, werde in den nächsten Jahren sprunghaft steigen. Straße und Schiene allein könnten dies nicht bewältigen. "Berlin und die Region müssen endlich an das transeuropäische Binnenwasserstraßennetz und an die Seehäfen angeschlossen werden", forderte Wunschel.dpa/das