(iwe) Brandenburgs Linkspartei soll den Hohenzollern eine Unterlassungserklärung abgeben.

Wie die Landesgeschäftsführerin der Linken, Anja Meyer, der Lausitzer Rundschau bestätigte, fordert Georg Friedrich Prinz von Preußen die Brandenburger Regierungspartei auf, die in einer Pressemitteilung vom 8. August aufgestellte Behauptung, die Erben der Hohenzollern und ihr Sachwalter Georg Friedrich Prinz von Preußen forderten ein Museum, das ihm der Staat bezahlt und in dem er mitbestimmt, zurückzunehmen.

Dies sei eine Falschbehauptung, da Georg Friedrich Prinz von Preußen das zu keinem Zeitpunkt gefordert habe, heißt es in dem Schreiben des Anwalts der Adelsfamilie, Markus Hennig, das der RUNDSCHAU vorliegt.

Demnach hätten die Linken bis zum 2. September die fragliche Pressemitteilung zurückzuziehen und sich bei Androhung einer Konventionalstrafe zu verpflichten, sie nicht zu wiederholen. Wie die Linken-Politikerin Meyer erklärte, werde man dies allerdings nicht tun.

Es gebe hinreichende Presseberichterstattung zu dieser Aussage, die unwidersprochen geblieben sei. „Es ist nichts weiter als ein juristisches Winkelmanöver, das die Anwälte des Prinzen von Preußen gegen die Linke und eine Reihe von öffentlichen Medien zu platzieren versuchen“, sagte Meyer.

Die Brandenburger Linken hatten vor Kurzem eine Volksinitiative gestartet, in der sie sich gegen eine Entschädigung der Hohenzollern für Enteignungen der sowjetischen Militäradministration aus dem Jahr 1945 wenden.

Dabei geht es unter anderem um ein Wohnrecht im Schloss Cecilienhof, sowie finanzielle Beträge in Millionenhöhe.