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| 02:35 Uhr

Unter Strom in Richtung Görlitz

Cottbus/Görlitz. Die Elektrifizierung der Bahnstrecke Cottbus-Görlitz, das zweite Gleis zwischen Lübbenau und Cottbus sowie eine dreispurige Schnellstraße zwischen den Autobahnen 4 und 15 – die Lausitz drängt auf eine bessere Infrastruktur, um den Strukturwandel angehen zu können. Aus Sicht der Industrie- und Handelskammern (IHK) Cottbus und Dresden ist der Fahrdraht zwischen Cottbus und Görlitz dabei von zentraler Bedeutung. Christian Taubert

"Wir brauchen die Elektrifizierung, um endlich schnellere Verbindungen nach Polen zu bekommen", betont Jens Krause, Verkehrsexperte der IHK Cottbus.

Die Kammer hat deshalb eine Studie in Auftrag gegeben. Sie belegt, dass mit der Elektrifizierung gut ein Drittel mehr Züge zwischen Cottbus, Horka, Görlitz und Wroclaw verkehren würden. Betroffen wären der Personen- und der Güterverkehr. Wie der Leiter der Studie, Ralf Behrens von der Wagener & Herbst Management Consultants GmbH, erklärt, werde die Strecke erst mit Oberleitung konkurrenzfähig zur Straße. Die Kosten werden zwischen 60 und 90 Millionen Euro veranschlagt.

Die Orientierung des Polen-Verkehrs auf Horka und Görlitz würde nach Einschätzung der Experten gleichzeitig das Aus für Forst als vorrangiger Grenzbahnhof bedeuten. Hintergrund dafür ist, dass dort auf polnischer Seite keine Priorität für den Ausbau der maroden Schienen besteht.

Neben der Bahnstrecke nimmt auf Initiative des sächsischen Landtagsabgeordneten Thomas Baum (SPD) ein Straßenprojekt B 178n Konturen an - eine dreispurige Schnellstraße, die von Zittau zur A 4, über Weißwasser bis zur A 15 bei Cottbus führen soll.

Mehr zur Studie:

cottbus.ihk.de

Themen des Tages Seite 3