Die SPD verlor zwei Punkte und kam nur noch auf 25 Prozent. Bei der Frage des Umgangs der SPD mit der Linken sprach sich eine deutliche Mehrheit gegen ein rot-rotes Bündnis auf Bundesebene aus. Die Befragten lehnten zudem mehrheitlich eine Wahl der hessischen SPD-Chefin Andrea Ypsilanti zur Ministerpräsidentin mithilfe der Linken ab.
Bei den Oppositionsparteien verloren die FDP mit acht Prozent (minus eins) und die Linke mit zehn Prozent (minus zwei) an Zustimmung; die Grünen konnten sich auf zehn Prozent verbessern (plus eins).
Wenn schon am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, würden längerfristige Überzeugungen und Bindungen an die Parteien sowie koalitionstaktische Überlegungen eine größere Rolle spielen. Nach der Politbarometer-Projektion käme die Union auf 40 Prozent (plus eins), die SPD auf 25 Prozent (minus eins), die FDP erhielte neun Prozent (minus eins), die Linke elf Prozent (minus eins) und die Grünen zehn Prozent (plus eins).
Bei der Frage des Umgangs der SPD mit der Linken fiel das Meinungsbild der Bundesbürger recht deutlich aus. Lediglich 17 Prozent aller Befragten und nur 22 Prozent der SPD-Anhänger fänden eine Koalition aus SPD, Linken und Grünen nach der nächsten Bundestagswahl gut. 67 Prozent aller Befragten und 63 Prozent der SPD-Anhänger fänden eine solche Zusammenarbeit auf Bundesebene schlecht.
In Hessen soll nach Meinung von 24 Prozent der Bundesbürger Ypsilanti zur Wahl antreten, auch wenn sie nur mithilfe der Linken gewählt werden kann. 44 Prozent der Befragten waren dagegen, 32 Prozent hatten dazu keine Meinung. Unter den SPD-Anhängern waren 40 Prozent für eine Kandidatur, während 28 Prozent dies ablehnten und 32 Prozent dazu keine Meinung hatten. (AFP/cd)