Nur so könne es gelingen, innerhalb Deutschlands und Europas "sichtbar zu bleiben" und dem steigenden Kostendruck standzuhalten, sagte der medizinische Vorstand der Klinik, Wolfgang Fleig, in Leipzig.
Vor allem in den Bereichen Transplantation, Neurologie und Krebsforschung wolle man die Klinik international konkurrenzfähig ausbauen. Um Verwaltungs- und Sachkosten zu verringern, sollen einzelne Teilkliniken zusammengelegt werden. "Durch die Umstrukturierungen erwarten wir Einsparungen bei den Sachkosten von bis zu 20 Prozent", sagte Fleig. Im vergangenen Jahr habe die Klinik erstmals ein positives operatives Ergebnis erreicht. Unter dem Strich weist die Bilanz 700 000 Euro nach einem Minus von 2,2 Millionen Euro 2004 aus, wie der kaufmännische Vorstand Matthias Wokittel sagte.
Als problematisch wertet das Klinikum die zu erwartenden Mehrkosten beim Personal durch den Tarifabschluss mit dem Marburger Bund. Im vergangenen Jahr habe die Klinik 135,9 Millionen Euro an Gehalt gezahlt. Im nächsten Jahr würden es wohl bis zu 2,2 Millionen mehr sein, sagte Wokittel. Den Erlösausfall für die Klinik während des dreizehnwöchigen Streiks im Frühjahr bezifferte er auf rund vier Millionen Euro. (ddp/ta)