Das Gesamtpaket der Landesregierung schreibt den Hochschulen unter anderem Stelleneinsparungen und die Konzentration einiger Ausbildungsgänge vor. Im Gegenzug sollen sie bis 2010 weitestgehende finanzielle Planungssicherheit erhalten.
Nach den Worten Schultes wird sich die Universität innerhalb der nächsten drei Wochen an die Staatsregierung wenden, um Verhandlungen aufzunehmen. Damit folge das Rektorat dem Senatsbeschluss vom Dienstag. Wissenschaftsminister Matthias Rößler (CDU) hatte erst am Donnerstag neuen Verhandlungen eine Absage erteilt.
Laut Schulte soll die kürzlich vom Kabinett abgesegnete Neufassung des Hochschulkonsenses jetzt noch einmal in der Universität zur Diskussion gestellt werden. Morgen werde das Kuratorium und Anfang April noch einmal der Akademische Senat über das Papier beraten.
„Auf Grund des vom Ministerium vorgestellten Zeitplanes sehen wir uns nicht unter unmittelbarem Zeitdruck“, sagte Schulte. Die Universität sehe noch zahlreiche offene Fragen im Zusammenhang mit den konkreten Strukturvorgaben, aber auch generell zu Punkten wie Gewährleistung von Planungssicherheit oder Nachweis von Sparpotenzialen.
In Dresden erhielt die Juristische Fakultät der Technischen Universität indes im Protest gegen ihre geplante Schließung Unterstützung von der Strafverteidigervereinigung Sachsen/Sachsen-Anhalt. Deren Vorsitzender Michael Stephan hatte auf dem 27. Strafverteidigertag, zu dem bis gestern knapp 500 Teilnehmer in Dresden zu Gast waren, Unterschriftenlisten ausgelegt. Die Staatsregierung will künftig die Juristenausbildung an der Universität Leipzig konzentrieren. (dpa/bra)