Nach dem schweren Unfall eines polnischen Reisebusses auf der Autobahn 10 südlich von Berlin werden acht Schwerverletzte weiter in Kliniken behandelt. Sie seien auf vier Krankenhäuser in Brandenburg und Berlin verteilt worden, sagte Polizeisprecher Ralf Meier am Montag. Zur Ursache des Unfalls sei noch nichts bekannt. Der verunglückte Bus sei am Sonntagnachmittag geborgen worden und werde nun von Sachverständigen auf mögliche technische Fehler untersucht.

Der Linienbus der polnischen Firma Sindbad war am Sonntagmorgen aus noch ungeklärter Ursache von der Autobahn abgekommen, in die Böschung gerast und umgekippt. 11 Menschen erlitten schwere Verletzungen wie Knochenbrüche und Kopfverletzungen. 40 Menschen wurden leicht verletzt. Drei Schwerverletzte hatten noch am Sonntag gemeinsam mit den übrigen 55 Fahrgästen und drei Mann der Besatzung die Heimreise antreten können. Nach Angaben von Meier war der Bus vermutlich in Dortmund gestartet und nach Polen unterwegs. Zur Herkunft und dem Alter der Reisenden machte die Polizei keine Angaben.

Eine Sprecherin von Sindbad erklärte, Mitarbeiter der Firma seien zum Unglücksort bei Wildau (Dahme-Spreewald) gereist und kümmerten sich um die Verletzten. Der Fahrer des Busses war unverletzt geblieben. Er konnte nach Angaben der Polizei noch nicht zum Unfallhergang befragt werden, weil er unter Schock stand. Ein Fahrgast hatte dem polnischen Fernsehsender TVN24 berichtet, der Fahrer habe eine halbe Stunde vor dem Unfall einen ermüdeten Eindruck gemacht.