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| 02:56 Uhr

Unesco ehrt Muskauer Faltenbogen

Sieht so "Afrika" aus? Die Vegetation wohl nicht, der Grundriss des gleichnamigen Sees im Faltenbogen ähnelt aber dem des Kontinents.
Sieht so "Afrika" aus? Die Vegetation wohl nicht, der Grundriss des gleichnamigen Sees im Faltenbogen ähnelt aber dem des Kontinents. FOTO: N. Sauer
Bad Muskau. Was vor 340 000 Jahren in der Elster-Eiszeit entstand, wird mit einem besonderen Status geehrt: Der Global Geopark Muskauer Faltenbogen erhält heute feierlich seine Unesco-Urkunde. Regina Weiß

Manfred Kupetz, Vorsitzender des Fördervereins Muskauer Faltenbogen, freut sich auf den heutigen Samstag: "Es ist ein Tag zum Feiern." Im Festsaal des Neuen Schlosses im Muskauer Park - inmitten des einzigen sächsischen Unesco-Welterbes - bekommt der Global Geopark Muskauer Faltenbogen offiziell seine Unesco-Urkunde überreicht. Die Entscheidung dazu war bereits am 17. November 2015 bei der Generalkonferenz in Paris gefallen.

Der Muskauer Faltenbogen ist einer von sechs deutschen Parks, die nun unter dem Dach der Unesco stehen. Von der Ehrung versprechen sich die Geopark-Macher in Polen, Brandenburg und Sachsen nicht nur einen erheblichen Aufmerksamkeitsgewinn, sondern auch Unterstützung vonseiten der Länder. "Ich denke, wir sind dort auf einem guten Weg", sagt Kupetz.

Auf den Weg muss sich der Faltenbogen selbst auch machen. "Wir gehen mit einem größeren Rucksack raus, als wir reingegangen sind", so Kupetz. Eine der dringendsten Aufgaben ist eine grenzüberschreitende gemeinsame Trägerstruktur. Um das zu erreichen, ist die Energieregion Lausitz Partner für das Geopark-Team. Zwischen Spreewald und dem Seenland soll der Faltenbogen sich weiter touristisch entwickeln, lautet das Ziel. Der Geopark ist eine wald- und seenreiche Kulturlandschaft, zudem ein ökologisches Refugium mit spannenden Zeugnissen der Indus trie- und Rohstoffgeschichte. Bereits heute sind Geschichte und Geologie auf zahlreichen Geo pfaden und Themenradwegen zu erleben.