"), Kollegin Brandt so überambitioniert wie eh und .. . . (das Je sparen wir uns mal, so lange ist die Brandt ja noch nicht dabei), der Fall: ganz ordentlich (Kinderschänder geben schließlich immer gute Bösewichter) - und dann kam Rambo. Wer genau war eigentlich für die Entwicklung der Figuren im Kieler Krimi verantwortlich? Vermutlich jemand, der als Kind besonders gerne Clint-Eastwood-Western gesehen hat und sich noch heute vor den Spiegel stellt und versucht, schneller als sein Schatten zu sein. Da hatte man eine Reihe ganz passabler bis bemerkenswerter Jung-Darsteller gefunden, die der Geschichte um den verurteilten Kinderschänder mitten im beschaulichen Kiel-Gaarden mit einer ganzen Menge Talent sogar noch aufgewertet haben, man hatte Borowski endlich noch mal so gezeigt, wie der Tatort-Freund ihn mag - miesepetrig und nordisch kühl - und dann lässt man diesen völlig überzeichneten Stadtteil-Ermittler auf die Zuschauer los. Und zu allem Überfluss empfindet Frau Brandt auch noch etwas für den Unterhemd tragenden Macho mit der schrecklichen Kindheit. Die absolute Höhe: das gemeinsame Trinkspiel in der Wohnung des Möchtegern-Terminators.

Obwohl: Könnte der Herr mit verspiegelter Sonnenbrille und knallenger Polizeiuniform (übrigens auch mit blau-grünem Polizeiwagen) am Ende ein kühler Kieler Kommentar auf den Kollegen aus Hamburg sein? Und da war er wieder, der Til-Schweiger-Vergleich.

Aber der Gefahr vorbeugend, dass man meinen könnte, der Autor dieser Zeilen fände jeden Tatort schlecht: War er nicht, der Kieler. Dafür ist Axel Milberg ("Hey, das ist ein besonderes Auto.") einfach zu gut. Fast immer.