"Das ist wahrhaft schockierend", sagte sie bei der Vorlage der Datensammlung.

Die UN-Hochkommissarin machte vor allem das Assad-Regime, aber auch die Rebellen für das Töten verantwortlich. "Dieser gewaltige Verlust an Menschenleben hätte vermieden werden können, wenn die syrische Regierung einen anderen Weg eingeschlagen hätte als den der skrupellosen Unterdrückung der anfangs friedlichen und legitimen Proteste unbewaffneter Zivilisten", erklärte Pillay. Später seien auch immer mehr Menschen durch regierungsfeindliche bewaffnete Gruppen getötet worden. "Schwerste Verbrechen und aller Wahrscheinlichkeit nach auch Verbrechen gegen die Menschlichkeit wurden von beiden Seiten verübt." Weitere Ermittlungen seien erforderlich, um später die jeweils Schuldigen zur Rechenschaft ziehen zu können.

Am Mittwoch meldeten die Regimegegner Luftangriffe auf mehrere Vororte der Hauptstadt Damaskus mit zahlreichen zivilen Opfern.