Gambari flog vom Flughafen der Hafenmetropole Rangun weiter in die weiter nördlich gelegene Stadt Naypyidaw, die von der Junta zum Regierungssitz erklärt worden war. Der UN- Sonderbeauftragte soll sich um eine Entschärfung der Lage bemühen. Neben Gesprächen mit Vertretern der herrschenden Militärjunta will Gambari auch Religionsführer und Oppositionelle treffen.Nach fast zweiwöchigen Protesten in Birma herrscht in der Metropole Rangun gespannte Ruhe. Hunderte Soldaten patrouillierten nach Augenzeugenberichten die Straßen und verschanzten sich an strategisch wichtigen Punkten in der Stadt. Vor dem Hotel, in dem der Sondergesandte der Vereinten Nationen, Ibrahim Gambari, erwartet wurde, gingen Sicherheitskräfte gegen etwa 40 Demonstranten vor. Nach Augenzeugenberichten wurden die Menschen von Soldaten eingekreist und an einen unbekannten Ort gebracht.

Der britische Premierminister Gordon Brown sprach sich für neue EU- Sanktionen aus, die sobald wie möglich in Kraft treten sollen. Unterdessen lieferte der amerikanische Verband zur Förderung der Wissenschaft nach eigenen Angaben mit Satellitenaufnahmen jetzt erstmals Bilder von der Zerstörung von Dörfern.