Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen befasste sich gestern Abend in einer Sondersitzung mit der Lage in dem südostasiatischen Land.
Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD), der sich zur Generalversammlung der UN in New York aufhält, forderte, Sanktionen durch den Sicherheitsrat zu prüfen. Sollten sich Meldungen über Tote bestätigen, dürften verschärfte Sanktionen nicht ausgeschlossen werden. Die EU drohte den Militärherrschern in Birma mit härteren Sanktionen und sprach von einer "Taktik der verschärften Einschüchterung". Die EU hatte 1996 erstmals Sanktionen gegen die Regierung in Birma verhängt, darunter ein Waffenembargo und Einreiseverbote gegen die Führungspersonen der Militärjunta. In Berlin wurde der Botschafter Birmas ins Auswärtige Amt einbestellt. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) rief die Militärjunta zum Gewaltverzicht gegen die friedlichen Demonstranten auf. Die Machthaber müssten den Weg für eine demokratische und friedliche Zukunft des L andes frei machen, erklärte sie bei der Sitzung des Bundeskabinetts. (dpa/ab)