Offen ist unter anderem, wie genau die Ausgestaltung des verlängerten Kyoto-Protokolls aussehen und welche Pflichten hierbei besonders die EU übernehmen soll.

Eine besondere Ehre wurde Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) zuteil. Auf Wunsch des katarischen Konferenzpräsidenten wurde er zum Chef eines "Beichtstuhlverfahrens" für einen der wichtigsten Verhandlungsstränge ernannt. Damit müssen nun alle rund 190 Staaten, die hier Änderungsvorschläge haben, diese Altmaier vortragen. "Ich bedauere, dass es wahrscheinlich in zwei Bereichen, nämlich bei Finanzen und Reduzierung der Treibhausgase, nicht schon jetzt zu verbindlichen Zahlen kommen wird", sagte Altmaier. Wegen der dürftigen Ergebnisse nach zwei Wochen Verhandlungen zweifelte der CDU-Politiker indes offen die Effizienz solcher Mammutkonferenzen mit Tausenden Teilnehmern an.

Als mögliche Ergebnisse zeichneten sich unter anderem Details für die Verlängerung des Ende Dezember auslaufenden Kyoto-Protokolls ab. Allerdings will die EU ihre bisherigen hier verankerten Ziele zur Minderung der Ausstöße nicht verschärfen. Bei Kyoto II wollen aber nur noch Staaten mitmachen, die zusammen 15 Prozent der globalen Emissionen verursachen. Umstritten ist, was die anderen Staaten in der Zeit bis 2020 beisteuern - erst dann soll es einen Weltklimavertrag mit festen Minderungsvorgaben für alle geben. dpa/bl Politik Seite 6