Die Grundschule Dissenchen arbeitet seit 1997 an der Umsetzung und Weiterentwicklung eines umweltbezogenen Schulprogramms. Außerdem wurde ein schulinterner Rahmenplan entworfen, nach dem den Schülern altersgerecht Wissen über die Lebensgrundlagen Wasser, Luft und Boden vermittelt wird. Zu ihren Projekten gehören die Betreuung von Krötenzäunen und Nistkästen sowie das Pflanzen von Bäumen und Sträuchern. "Energiedetektive" kontrollieren den sparsamen Verbrauch von Wasser, Strom und Wärme. Wie Daniela Paulig, Mitarbeiterin des Fachbereichs für Umwelt in der Cottbuser Stadtverwaltung, mitteilt, zeichnet sich die Schule vor allem durch bewusste Erziehung und Bildung aus: „Die Schüler werden auf hervorragende Weise dazu angehalten, Umweltthemen in ihren Alltag einfließen zu lassen.“ Ein Beispiel: Die Anzeige einer Photovoltaikanlage zur Elektroenergie-Erzeugung informiert am Eingangsbereich der Schule über den erzeugten Solarstrom.
Der Schulförderverein und ein Sponsor finanzierten das 12 000 Euro teure Projekt nach Angaben der Schulleitung je zur Hälfte. Bereits im Frühjahr 2007 hatte die Dissenchener Einrichtung im landesweiten Schul-Umwelt-Wettbewerb den ersten Platz in der Kategorie „Bestes Umweltprojekt“ errungen. Derzeit lernen in der Schule 277 Kinder, die im täglichen Unterricht die Natur ihrer Heimat erforschen.
Ein weiterer Preisträger, der im Jahr 1933 geborene Naturschützer Peter Ernst, hat sich nach Ministeriumsangaben über Jahre für die Ausweisung der Potsdamer Parforceheide als Landschaftsschutzgebiet oder für die zivile Nutzung des früheren Truppenübungsplatzes Güterfelde eingesetzt. Auch bei der Verhinderung des Havelausbaus habe er zu den aktivsten Mitstreitern gehört.
Im Landschaftsförderverein Oberes Rhinluch engagieren sich rund 200 Mitglieder ehrenamtlich für den Schutz und die Entwicklung der Niedermoorlandschaft zwischen Kremmen, Linum und Fehrbellin. Durch einen Vertrag mit dem Bewirtschafter der Linumer Teiche und der finanziellen Unterstützung der Deutschen Umwelthilfe entwickelte der Verein seit 1999 das ehemalige Produktionsgewässer der Fischwirtschaft zu einem Lebensraum für Amphibien und Vögel. Schwerpunkt ist der Schutz des international bedeutsamen Vogelrastgebiets Rhin-Havelluch. (dpa/Eig. Ber./rw)