Zugleich forderte die Potsdamer Bundestagsabgeordnete ein stärkeres Engagement der Landesregierung für ein solches Kompetenzzentrum. Rot-Rot müsse sich deutlich "hinter das Projekt stellen" und für die zehnprozentige Kofinanzierung sorgen, zumal der Bund 90 Prozent der Kosten trage. Derzeit würden im Bundesforschungsministerium die Konzepte erstellt, für den Sommer sei die Ausschreibung zu erwarten. Eine Entscheidung über den Standort stehe für 2011 an. Neben Cottbus sind auch die renommierte Bergakademie in Freiberg und ein Standort in Sachsen-Anhalt im Gespräch. Zur Ansiedlung in Cottbus sagte Reiche: "Ein Ressourceninstitut passt in die Region." Es gehe dabei um die Zukunft der Braunkohle. Die BTU sei auf den Feldern Kraftwerkstechnik, Stromleitungs-Management und Rekultivierung versiert. Hier gebe es die Kompetenz, "Dreh- und Angelpunkt für die europäische Forschung" bei der Kohle-Nutzung zu werden. Zugleich äußerte sich Reiche zum CCS-Gesetz zur Abscheidung und Speicherung von Kohlendioxid. Dieses soll bis zum Jahresende verabschiedet sein. Das Gesetz diene dem Klimaschutz, halte die Braunkohle wettbewerbsfähig und sichere einen technologischen Vorsprung in Deutschland. A. Fröhlich