"Der Immobilien-Untersuchungsausschuss hat nicht nur beim Verkauf der Potsdamer Krampnitz-Kasernen durch die BBG 2007 reihenweise Ungereimtheiten und Missmanagement beim Umgang mit Landesvermögen durch die BBG aufgedeckt", empörte sich der Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Axel Vogel. "Der Landesrechnungshof schätzt, dass dem Land dadurch ein Schaden in Millionenhöhe entstanden ist." Die Privatisierung der ehemals landeseigenen BBG sei unter dubiosen Umständen erfolgt, die im Landtag Thema eines Untersuchungsausschusses seien. Der Landesvorsitzende der FDP, Gregor Beyer, sprach gegenüber der RUNDSCHAU von einem "unglaublichen Vorgang": "Der Minister will die Vertragsverlängerung nur deshalb in Anspruch nehmen, um eine europaweite Ausschreibung zu verhindern." Der CDU-Wirtschaftspolitiker Dierk Homeyer sprach von einer "politischen Instinktlosigkeit": "Der Untersuchungsausschuss hat noch nicht einmal angefangen, den Fall BBG zu untersuchen - und trotzdem sollen zwei Jahre vorher die Verträge verlängert werden."