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| 02:35 Uhr

Umsiedler fordern jetzt klare Entscheidungen zu Nochten II

Trebendorf/Schleife. Etwa 1700 Umsiedler in Trebendorf und Schleife sehen ihre Lebenspläne über den Haufen geworfen. Sie erwarten jetzt eine klare Aussage zum Tagebau Nochten II. Doch Vattenfall bleibt diese seit Monaten schuldig. Gabriela Nitsche

Die Nachricht, Vattenfall stoppe die Umsiedlungsaktivitäten hinsichtlich des Tagebaus Nochten II, erzürnt die Menschen in Schleife und Trebendorf. Zwar wird der Vertrag mit der Kommunalberatung in diesen Gemeinden nicht gekündigt. Aber der Konzern sei den rund 1700 Umsiedlern eine eindeutige Entscheidung schuldig. Jörg Funda, Ortsvorsteher im Schleifer Ortsteil Rohne und Gemeinderat, fordert "ein klares Wort, statt weiter diese Herumeierei." Doch Vattenfall wolle die Entscheidung über die Zukunft der Lausitzer Tagebaue einem möglichen neuen Eigentümer der Braunkohlensparte überlassen, so das Unternehmen. Vor allem für ältere Menschen sei die Ungewissheit kaum auszuhalten, betont Schleifes Bürgermeister Reinhard Bork (parteilos). Der Umweltverband Grüne Liga fordert Vattenfall auf, das Projekt Tagebau Nochten II endgültig abzusagen und Planungssicherheit zu schaffen. Vattenfall habe während des gesamten Planverfahrens auf dem Rücken der Betroffenen gepokert, und versucht, neue Kohletagebaue durchzusetzen, sagt René Schuster von der Grünen Liga. Lausitz Seite 2